Alice Layher ist ihrer Favoritenrolle bei den Deutschen Meisterschaften der Einzelvoltigiererinnen in Münster gerecht geworden. Nach WM-Gold in Aachen dominierte die 24-Jährige auch die nationale Konkurrenz und setzte sich mit drei herausragenden Umläufen an die Spitze des 18-köpfigen Starterfeldes.
„Das ist natürlich wieder galaktisch gewesen, was Alice Layher so abliefern kann, jetzt wo vielleicht auch noch so ein bisschen der Druck abgefallen ist“, schwärmte Bundestrainer Kai Vorberg nach Layhers Kür. „Dann sieht man auch nochmal mehr Leichtigkeit und Kontrolle und so eine Präzision in den Bewegungen, das ist wirklich gigantisch.“ Die Brackenheimerin, die in diesem Jahr neben WM-Gold auch das Weltcupfinale für sich entscheiden konnte, präsentierte sich auf der Stute FBW Candy, longiert von Daniel Zembrot, in Pflicht (8,818), Technik (9,082) und Kür (9,294) durchweg als beste Athletin und kam auf eine Gesamtwertung von 9,087 Punkten. In der Kür waren sich die Richter einig und vergaben zweimal die Höchstnote von 10,0 für die künstlerische Note. Es war zugleich ein besonderer Moment: Denn FBW Candy, auch Wilma genannt, geht im kommenden Jahr in den Ruhestand, sodass die DM in Münster das letzte gemeinsame Turnier des international erfolgreichen Trios war.